Zum Inhalt springen

Silikat Fassadenfarbe

Silikatfarben eignen sich sehr gut für einen Fassadenanstrich. Mit den richtigen Qualitäten wird so langristig die Bausubstanz geschützt

– natürlicher Schutz für die Bausubstanz

Silikatfarben liegen nicht nur in Innenräumen voll im Trend, sondern überzeugen auch mit hervorragenden Eigenschaften für die Fassade. Sie sind sehr witterungsbeständig, wasserdampfdurchlässig und ermöglichen auf mineralischen Untergründen eine hervorragende Haftung. Charakteristisch für Silikatfarben ist das stumpfmatte Oberflächenbild, wie es häufig bei denkmalgeschützten Häusern zu finden ist. Nicht zuletzt durch die geringe Verschmutzungsneigung eignen sich Silikatfarben auch besonders für die Beschichtung von Fassaden. 

Vorteile von Silikat Fassadenfarben

Die Funktionsweise der Silikatfarbe ist einzigartig, da sie das einzige Farbsystem ist, das sich aufgrund seines Bindemittels aus flüssigem Kaliumsilikat (Wasserglas) chemisch mit dem Untergrund verbindet. Das Bindemittel dringt tief in den Untergrund ein und schafft über eine chemische Reaktion eine unlösbare Verbindung zwischen Farbe und Untergrund, dieser Prozess ist auch als Verkieselung bekannt. Zusätzlich sind Silikatfarben mit einem natürlichen Schimmelschutz ausgestattet – dieser ergibt sich aus der Alkalität der Farbe. Hierbei verhindert der hohe ph-Wert das Aufkeimen von Pilzen, Algen und Bakterien, die das Fassadenbild unschön erscheinen lassen. Die Alkalität nimmt aufgrund von Witterungseinflüssen jedoch mit der Zeit ab.

  • Optimale Haftung durch Verkieselung
  • Witterungsbeständig
  • Wasserdampfdurchlässig
  • Geringe Wasseraufnahme
  • Nicht brennbar
Die Verkieselung ist ein chemischer Prozess bei der die Silikatfarbe eine untrennbare Verbindubng mit dem mineralischen Untergrund eingeht
Der Prozess der Verkieselung führt zu besonders starken chemischen Verbindungen.

Reinsilikatfarben gibt es schon seit über 100 Jahren. Diese 2-komponentigen Produkte bringen neben den Vorteilen aber auch Einschränkungen mit sich wie beispielsweise eine hohe Wasseraufnahme oder den hohen Anspruch bei der Verarbeitung. Abhilfe schaffen hier Dispersionssilikatfarben wie DinoSil-Fassadenfarbe. Diese verarbeitungsfertigen Farben enthalten neben Wasserglas noch Kunstharzdispersion als Bindemittel. Die organischen Bestandteile sind durch die DIN 18363 auf maximal 5 % beschränkt – dennoch erreicht man durch diese Kombination deutliche Vorteile hinsichtlich der Verarbeitung. Dispersionssilikatfarben funktionieren auch auf kritischen Untergründen und verfügen zusätzlich über wasserabweisende Eigenschaften. Der natürliche, mineralische Charakter der Oberfläche bleibt dabei erhalten.

Moderne Fassadenfarben mit Keramik-Technologie auf Silikatbasis wie DinoSil-Keralith bieten noch bessere Eigenschaften hinsichtlich der Verschmutzungsneigung und der Farbtonstabilität.  In diesem Produktsegment sind Farbtöne Klasse A nach BFS-Merkblatt 26 „Farbveränderung von Beschichtungen im Außenbereich“ möglich. Diese Farben lassen sich aufgrund der innovativen Keramik-Technologie auch ohne Einschränkung auf organischen Untergründen verarbeiten.

beständig – wirtschaftlich – umweltfreundlich

Silikatfarbe im Denkmalschutz

Mineralische Farben gelten im Allgemeinen als Farben der Denkmalpflege. Schon alleine durch die hervorragende Wasserdampfdurchlässigkeit eignen sich Silikatfarben bestens für die Renovierung historischer Gebäude. Denkmalgeschützte Objekte unterliegen aber auch bestimmten Vorgaben – hierbei liegt besonderer Fokus auf den folgenden Kennwerten:

  • Wasseraufnahmekoeffizient ⇒ W-Wert
  • Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke ⇒ Sd-Wert
  • Wasserdampf-Diffusionsstromdichte ⇒ V-Wert

Die Grenzwerte sind bei einer Ausschreibung durch Ämter und Auftraggeber vorgegeben und müssen bei der Produktauswahl zwingend eingehalten werden. Silikat Fassadenfarben sind aber durchaus auch für Objekte im Neubau- oder Renovierungssektor geeignet, bei denen eine mineralische Oberfläche im Fokus steht.

Besonderheiten bei der Verarbeitung von Silikat Fassadenfarben

Um Dinova Silikatfarben zu verarbeiten, muss der Untergrund fest, trocken, sauber, tragfähig und frei von Ausblühungen, Sinterschichten, Trennmitteln, korrosionsfördernden Bestandteilen oder sonstigen verbundstörenden Zwischenschichten sein. Mehlkornschichten auf Betonflächen sind mechanisch oder durch Druckwasserstrahlen zu entfernen. Bei Feuchtigkeitsbelastung ist eine möglichst schnelle Wasserabführung zu gewährleisten. Vorhandene Altbeschichtungen sind auf Eignung, Haft- und Tragfähigkeit zu prüfen. Nicht intakte und ungeeignete Beschichtungen müssen gründlich entfernt werden. Pilz- und algenbefallene Flächen gründlich reinigen und mit Dibesan Sanierlösung vorbehandeln.

Geeignete Untergründe sind:

  • Mineralische Altanstriche
  • Kalksandstein
  • Kalkmörtel
  • Kalkzementmörtel
  • Zementmörtel
  • Dispersionsfarben-Beschichtungen
  • Siliconharzfarbbeschichtung
  • Kunstharzputze

Je nach Untergrund ist jedoch eine Vorbehandlung mit beispielweise DinoSil-Konzentrat (auch Fixativ genannt) notwendig. Einen genauen Systemaufbau finden Sie im entsprechenden Technischen Merkblatt des jeweiligen Produktes.

Vorsicht bei der Trocknung

Unter normalen Temperatur- und Luftverhältnissen trocknen die Silikat Fassadenfarben ähnlich ab wie Dispersionsfarben. Grundsätzlich sollt das Streichen jedoch nicht bei feuchtkalter Witterung erfolgen, da die Farbe sonst wolkig auftrocknet. Im Idealfall herrscht während Verarbeitung und des gesamten Trocknungsprozesses ein warmes Klima. Bei farbigen Anstrichen kann es beispielsweise durch Schattenwurf von Gerüstplanen dazu kommen, dass der Trocknungsprozess beeinträchtigt wird. Die Folge sind Farbtonveränderungen durch die unterschiedliche Trocknungsdauer.

Warum sollte man eine Silikat Fassadenfarbe verwenden?

Egal ob es sich bei der Beschichtung um Neubau, Sanierung, Denkmalpflege oder Renovierung handelt – eine Silikatfarbe ist eine wirkliche Alternative zu beispielsweise klassischen Dispersionsfarben. Stehen Langlebigkeit, Sicherheit für die Bausubstanz, Bauphysik oder Nachhaltigkeit im Fokus, punkten Silikat Fassadenfarben mit hervorragenden Eigenschaften. In Verbindung mit dem entsprechenden Know-how des Verarbeiters entstehen ansprechende Oberflächen, die Ihre Kunden langfristig zufriedenstellen.

Häufig gestellte Fragen zu Silikat Fassadenfarben

5 Häufige Fragen zu Silikatfarben

Wie lange ist Silikatfarbe haltbar?

Klassische Dispersionsfarben haben eine Haltbarkeit von ca. 24 Monaten. Bei Dispersionssilikatfarben ist normalerweise von ca. 12 Monaten auszugehen, da der chemische Prozess der Verkieselung auch im Gebinde stattfindet.

Wird Silikatfarbe vor der Verarbeitung verdünnt?

Die Dinova Silikat Fassadenfarben sind tixotrop eingestellt – das bedeutet, dass die Viskosität der Farbe nach der Abfüllung im Gebinde noch zunimmt. Das Material wird also dickflüssiger. Je nach Produkt und Arbeitsschritt (Voranstrich oder Schlussanstrich) ist der Verdünnungsgrad unterschiedlich. Hierzu ist immer das Technische Merkblatt des Produktes maßgebend.

Wie wird Silikat Fassadenfarbe aufgestrichen?

Grundsätzlich lassen sich unsere Silikatfarben mit der Rolle oder dem Pinsel auftragen. DinoSil-Fassadenfarbe ist zusätzlich auch in der Spritzverarbeitung applizierbar. Bitte beachten Sie zur Auswahl des richtigen Werkzeuges immer die Angaben im Technischen Merkblatt der jeweiligen Farbe.

Kann man Silikatfarbe farbig tönen?

Dinova Silikatfarben sind über das DinoMix-Mischsystem und zusätzlich mit geeigneten Silikat-Vollton- und -Abtönfarben bis max. 5 % abtönbar. Mineralische Farben sind ausschließlich mit anorganischen Pasten abtönbar. Organische Pasten werden aufgrund der hohen Alkalität des Materials zerstört – dies führt zu Farbtonveränderungen und beeinflusst die Beständigkeit der Farbtöne.

Wie überstreicht man eine Silikatfarbe?

Stellt man bei der Untergrundprüfung fest, dass es sich bei dem Untergrund um einen mineralischen Altanstrich handelt, sollte man diesen auch wieder mit einer Silikatfarbe überarbeiten. Dieser Untergrund eignet sich dann ideal, da die frisch aufgetragene Farbe mittels Verkieselung wieder eine chemische Verbindung mit dem Untergrund eingeht.