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Bei gedämmten Fassaden kommt ist Brandschutz ein wichtiges Thema. Durch den Einsatz des richtigen Dämmstoffes ist man auf der sicheren Seite.

Brandschutz

Das Baurecht definiert für jede Gebäudeart (Hochhaus, Industriebau, Schulen etc.) die jeweilige Anforderung an Fassaden – also ob sie „normal entflammbar“, „schwer entflammbar“ oder „nicht brennbar“ sein müssen. Doch wie können die unterschiedlichen Dämmstoffe hinsichtlich ihrer Brandgefahr eingeschätzt werden? Grundsätzlich dürfen nur solche Dämmstoffe eingesetzt werden, die bestehende Normen erfüllen und die vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in den jeweiligen Zulassungen für Wärmedämm-Verbundsysteme aufgeführt sind. Eine fachgerechte Ausführung des Einbaus ist bei allen Systemen Voraussetzung.

  • Polyurethan-Dämmplatten (PUR) sind im System als schwer entflammbar (B1) eingestuft. Da diese jedoch bei Brandeinwirkung nicht glimmen, schmelzen und nicht brennend abtropfen, sind bei Fassadendämmung mit PUR in den DinoTherm Systemen keine gesonderten Brandschutzmaßnahmen erforderlich.

  • Mineral- oder Steinwolle-Dämmplatten bestehen zum größten Teil aus mineralischen Bestandteilen und werden daher als nicht brennbar (A2) gem. DIN 4102 eingestuft.

  • Polystyrolhartschaum (EPS) ist aus wirtschaftlichen Gründen der am meisten eingesetzte Dämmstoff. Die ausschließlich flammgeschützten Dämmplatten werden nach DIN 4102 als schwer entflammbar (B1) eingestuft.

Technische Systeminfo Brandschutz 2016

Die Bauministerkonferenz bewertete ein Wärmedämm-Verbundsystem mit EPS-Dämmstoffen, das fachgerecht nach Vorgaben der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen verbaut wurde, ­als hinreichend sicher gegenüber Raumbränden (Bränden innerhalb eines Gebäudes). Verbesserungspotenzial  sah sie beim Schutz vor Brandfällen unmittelbar ­vor der Fassade – also bei Brand eines benachbarten Gebäudes oder dem sogenannten „Sockelbrand“ außerhalb des Gebäudes. Von den Änderungen betroffen sind die Gebäudeklassen 4 und 5 der Musterbauordnung mit Höhen zwischen 7 und 22 Metern.

Welche Maßnahmen nun rechtsverbindlich notwendig sind, kann der aktualisierten Technischen Systeminfo „Brandschutz“ entnommen werden. Das 84seitige Kompendium zum Thema WDVS und Brandschutz enthält alle Fakten und Einzelheiten der seit dem 01. Januar 2016 in Kraft getretenen Änderungen in den allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen für schwerentflammbare WDVS mit EPS. Zahlreiche Ausführungsbeispiele sowie Empfehlungen für besondere Anwendungs- und Gebäudesituationen machen die Technische Systeminformation zum Standardwerk in Sachen WDVS und Brandschutz. Die aktuellste Ausgabe können Sie direkt beim Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V. bestellen.