Lagerung und Verarbeitung von Farbe bei niedrigen Temperaturen – Darauf sollten Sie in der kalten Jahreszeit achten.
Frost beeinträchtigt die Haftung und Deckkraft von Farben.
Gerade im Winter kommt es immer wieder zu Problemen bei der Lieferzeit und Verfügbarkeit von Farben. Häufig sind die niedrigen Temperaturen und der damit verbundene Frost die Ursache. Der Transport der Farben stellt das größte Problem dar, weil Dispersionsfarben frostempfindlich sind. Dinova legt großen Wert darauf, dass die gelieferten Qualitäten immer einwandfrei sind. Hierzu setzen wir in der Logistik Thermohauben und bei kompletten Lkw-Ladungen beheizte Thermo-Lkws ein. Thermohauben schützen die Ware für eine bestimmte Zeit vor der Kälte. Aber warum ist es so wichtig, dass Farbe nicht einfriert? Lässt sich Farbe bei niedrigen Temperaturen überhaupt streichen? Und wie lagert man Farbe richtig? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten.
Farben bestehen zu großen Teilen aus wässrigen Bestandteilen. Wasser dehnt sich beim Frieren aus und zermalmt/zerdrückt die für die Farbe notwendigen Bindemittel. Mit der Zerstörung der Polymerteilchen verändern sich die Eigenschaften der Farbe massiv. Die Folgen: Frost beeinträchtigt die Haftung von Farben auf dem Untergrund. Das Deckvermögen kann je nach Farbe deutlich nachlassen. Die Verarbeitung ist insgesamt kaum noch möglich und mit einem perfekten Ergebnis ist nicht mehr zu rechnen.
In der Regel friert eine Farbe nur selten gänzlich durch im Eimer. Aber selbst oberflächlicher Frost am Gebinderand oder auf der Oberfläche der Farbe reicht unter Umständen schon aus, um das Material unbrauchbar zu machen. Je nach Intensität des Frostes sieht das Schadensbild unterschiedlich aus:
Solche Veränderungen sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Farbe nicht mehr zuverlässig verarbeitet werden kann.


Ob gefrorene Wandfarbe noch verwendbar ist, hängt in erster Linie davon ab, wie stark sie Frost ausgesetzt war. Typische Anzeichen für einen Frostschaden sind eine schlechtere Verarbeitbarkeit, verminderte Haftung sowie eine klumpige oder körnige Struktur im Material. Bei getönter Farbe können zusätzlich Farbtonveränderungen auftreten. Zeigt das Material allerdings bereits optische Auffälligkeiten im Gebinde, wird es in der Praxis nicht mehr verarbeitet.
Unabhängig davon spielen bei der Verarbeitung immer die Umgebungs- und Oberflächentemperaturen eine entscheidende Rolle. Jedes Produkt hat eine empfohlene Verarbeitungstemperatur. Hier hilft ein Blick in das Technische Merkblatt. Während die Bedingungen im Innenbereich meist unkritisch sind, kann es im Außenbereich – insbesondere an der Fassade – durch niedrige Temperaturen zu Einschränkungen bei der Verarbeitung kommen.
Im Außenbereich birgt ein Fassadenanstrich bei niedrigen Temperaturen große Risiken. So kann bei Temperaturen von 0 bis 5 Grad ein Taufilm auf der Oberfläche liegen, der wie eine Art Trennschicht zwischen der Beschichtung und der Oberfläche agiert. Die Folge sind Haftungsstörungen bzw. eine unzureichende Verbindung zum Untergrund. Neben der Oberflächentemperatur des Bauteils ist auch die Trocknungszeit entscheidend. Wenn es zu Minusgraden während der Trocknungsphase kommt, können sich die Komponenten der Bindemittel voneinander trennen.
Beim Lagern von Farbe spielt die Temperatur eine zentrale Rolle, denn Frost kann das Material dauerhaft schädigen. Die Lagerung sollte immer frostfrei erfolgen, am besten bei einer Umgebungstemperatur über 5 °C. Vor der Verarbeitung empfiehlt es sich, die Farbe auf Zimmertemperatur zu bringen. Eine Aufbewahrung in unbeheizten Garagen ist dagegen riskant, da die Temperaturen dort nachts oft unter 0 °C fallen – besonders kritisch für frostempfindliche Produkte wie Dispersionsfarben. Daher sollte Farbe nicht bei Minusgraden gelagert werden.
Wurde ein Gebinde bereits geöffnet, können verunreinigte Werkzeuge oder ungünstige Umgebungsbedingungen dazu führen, dass das Material verkeimt oder „umkippt“. Viele stellen sich dann die Frage: Wird Farbe schlecht? Ja – durch Keime und Bakterien kann das Wasser im Produkt kippen, weshalb angebrochene Gebinde möglichst zeitnah verarbeitet werden sollten.
In der kalten Jahreszeit kommt es zusätzlich zu Verzögerungen bei Lieferzeit und Verfügbarkeit von Farben, da Frost den Transport erschwert. Um eine gleichbleibend hohe Qualität sicherzustellen, setzt Dinova beim Transport Thermohauben und bei kompletten Ladungen beheizte Thermo-Lkw ein. Thermohauben schützen die Ware zwar für eine begrenzte Zeit, sind für längere Transportwege oder Standzeiten jedoch nicht ausreichend – besonders bei frostempfindlichen Farben.
Beim Lagern von Farben ist die Temperatur entscheidend: Die Umgebungstemperatur sollte über 5 Grad betragen. Farben sollten stets frostfrei und geschützt gelagert werden.
Im Winter und vor allem in der Übergangszeit sollten bestimmte Punkte beachtet werden. Gehen Sie auf Nummer sicher und prüfen Sie die Rahmenbedingungen genau. Achten Sie darauf, dass Sie während der gesamten Trocknungsphase mindestens 5 Grad Oberflächentemperatur gewährleisten können. Nur so verhindern Sie unnötige Reklamationen.
Der Fachmann ist unter Einhaltung der Regelwerke wie die Abschnitte 3.1.1 bis 3.1.14 der VOB, Teil C, DIN 18363 oder dem BFS Merkblatt Nr. 20 verpflichtet, den Untergrund zu prüfen und muss bei Bedingungen außerhalb der Technischen Merkblätter bzw. Herstellerangaben Bedenken anmelden oder die Arbeiten verschieben.
Frost zerstört die wässrigen Bestandteile in Farben, wodurch Haftung und Deckkraft stark nachlassen. Die Verarbeitung wird dadurch kaum noch möglich. Frostgeschädigte Farben sind nicht mehr nutzbar. Auch lösemittelhaltige Produkte haben Temperaturgrenzen und sollten frostfrei gelagert werden.
Ein Fassadenanstrich sollte nur erfolgen, wenn die Untergrund- und Umgebungstemperatur konstant über 5 °C liegt – auch in der Nacht. Bei Kälte bildet sich auf der Oberfläche leicht ein feiner Feuchtfilm, der die Haftung der Beschichtung beeinträchtigt. Zudem verlängern niedrige Temperaturen die Trocknungszeit deutlich. Kommt es während der Trocknung zu Frost, können sich Bindemittel trennen. Das führt später zu mangelnder Haftung, Rissen und Abplatzungen.
Farbe muss immer frostfrei, trocken und bei stabilen Temperaturen über 5 °C gelagert werden. Ideal sind Innenräume wie Keller oder beheizte Lagerräume. Unbeheizte Garagen, Gartenhäuser oder Bereiche, in denen nachts Frost auftritt, sind ungeeignet. Durch falsche Lagerung können sich die Bestandteile der Farbe verändern.
Dann können Sie jederzeit mit unseren Fachberatern im Außendienst oder unserer Technik im Innendienst telefonisch Kontakt aufnehmen. Oder senden Sie uns gerne eine E-Mail, wenn Sie uns Ihre Fragen schriftlich zukommen lassen möchten.